Hypnose - funktioniert das?

Hypnose ist ein vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie seit 2006 anerkannte Methode.

Der Begriff Hypnose ist nach dem griechischen Gott des Schlafes (Hypnos) benannt – gleichwohl ist Hypnose alles andere als Schlaf.

Unser Unterbewusstsein macht rund 95 % unseres Seins aus, das Bewusstsein hingegen, unser rationaler Teil, nur rund 5%. Das erklärt, warum es meistens so schwer ist, nur mit Disziplin Gewohnheiten zu ändern und es vor allem schwierig ist, schmerzliche Erfahrungen ohne professionelle Begleitung zu lindern. Hypnose ist dabei eine sanfte Methode. Und Hypnose hilft gerade auch den Menschen, die sonst nicht so einfach in eine tiefe Entspannung kommen. Allein diese Erfahrung ist für viele bereits ein erster wichtiger Schritt.

Bereits Hippolyte Bernheim (Professor für Innere Medizin an der Universität Nancy) legte 1886 dar, dass Hypnose auf die Wirkung von Suggestionen zurückzuführen ist.

Die in einer Hypnose erfolgten Impulse regen innere Prozesse an und bewirken Veränderungen und ermöglichen das Abtauchen in einen hypnotischen Zustand (Trance), indem das Unterbewusstsein stärker zu Wort kommt. Der Hypnotiseur gibt mit seiner Methode den Rahmen für eine Reise ins innere Ich, er bietet auf dem Weg dahin ein Treppengeländer, an dem sich der Klient orientieren und auch festhalten kann. 

Hypnose ist ein sehr wirkungsvolles Instrument, mit nachhaltiger und rascher Wirkung und in sehr vielen Bereichen einsetzbar. Es kann sowohl zum Coaching eingesetzt werden, um neue Ressourcen zu entdecken, Ziele zu definieren und neue Wege zu bahnen. Aber auch in der Psychotherapie ist die Hypnose wirkungsvoll. 

Anwendungsbereiche sind u. a.:

  • Angststörungen / Panik
  • Somatoforme Störungen
  • Schmerzen
  • Dissoziation-/Konversionsstörungen
  • Essstörungen
  • Schlafstörungen
  • Störungen der Impulskontrolle
  • Depressionen
  • Lern- und Leistungsstörungen
  • Tic-Störungen
  • Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit- und Jugend
  • Allergische Reaktionen
  • Störungen durch Substanzkonsum
  • Sprachstörungen uvm.

Literaturtipp: Hans-Christian Kossak, Hypnose – Lehrbuch für Psychotherapeuten und Ärzte, 2013 

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